MidsunStone.com berichtet: Mit dem Zusammentreffen zweier zentraler Akteure der ostasiatischen Steinindustrie in Kambodscha entlang der Neuen Seidenstraße beginnt offiziell ein transnationaler Dialog über Ressourcenintegration und Markterschließung. Am 16. dieses Monats traf eine 26-köpfige Delegation unter der Leitung des Verbandes für Steinmetz- und Steinindustrie Huian, bestehend aus Steinindustrie-Experten aus Xiamen und Zhangzhou, mit Branchenkollegen des Japanischen Steinverbandes in Kambodscha zusammen. Anlässlich der jährlichen Chinesisch-Japanischen Steinaustauschkonferenz erkundeten sie neue Wege der Internationalisierung und erarbeiteten gemeinsam einen neuen Kooperationsplan für das steinreiche Land.
Tiefe Verbindungen: Vom Export einzelner Minen zum Kern der Lieferkette
Die Beziehungen zwischen Kambodscha und der chinesischen sowie japanischen Steinindustrie bestehen seit einem Vierteljahrhundert. Bereits 1998 betraten chinesische Steinindustrie-Experten als erste das Land und entdeckten dessen hochwertige Steinvorkommen. Durch die Zusammenarbeit chinesischer und japanischer Branchenexperten haben sich ehemals verstreute Steinbrüche schrittweise zu einem großflächigen und standardisierten Abbau entwickelt. Kambodscha hat sich dadurch zu einem wichtigen Rohstofflieferanten für den chinesisch-japanischen Steinmarkt entwickelt. Die wichtigsten Exportgüter sind der graue bis dunkelgraue Granit der Serie G654 und der weiße Granit der Serie G614, die zu einer wichtigen Währung der Branche geworden sind.
Der als „Starstein“ gefeierte Granit G654 besticht durch seine feine, porzellanartige Textur, seine gleichmäßige und beständige dunkelgraue Farbe sowie seine hervorragenden physikalischen Eigenschaften wie Witterungs- und Abriebfestigkeit. Er eignet sich perfekt für vielfältige Anwendungen – von würdevollen Grabsteinen über hochwertige Fassadenverkleidungen bis hin zu Küchen- und Badezimmerarbeitsplatten und der Gestaltung von Grünanlagen. Seine allgegenwärtige Präsenz macht ihn zu einem Vorbild für Ästhetik und Funktionalität. Der Granit G614 mit seiner reinweißen, durchscheinenden Grundfarbe erfüllt präzise die Anforderungen des europäischen und amerikanischen Marktes an die Würde von Grabsteinen und den minimalistischen Stil der Inneneinrichtung und nimmt daher einen festen Platz auf den Einkaufslisten hochwertiger Natursteine in Europa und Amerika ein. DK-1#-Blöcke aus der kambodschanischen Mine AG98 (OW-3) und DK-2#-Blöcke aus der Mine 603/614 (OW-1) sind mittlerweile häufig auf den Einkaufslisten chinesischer und japanischer Steinmetzbetriebe zu finden.
Kategorieexplosion: Von Nischenspezialitäten zum globalen Angebot
Laut Stone.com: Wenn klassischer Granit das Fundament der kambodschanischen Steinkunst bildet, so hat die Entstehung neuer Kategorien in den letzten Jahren den Reiz der kambodschanischen Steine auf ein neues Niveau gehoben. Nach über zwanzig Jahren kontinuierlicher Erforschung und Entwicklung durch chinesische und japanische Unternehmen hat sich Kambodschas Gesteinsvielfalt stetig erweitert: Marmor mit einzigartigen Texturen, warmfarbiger Sandstein und geschichtetes Konglomerat sind in großer Zahl aufgetaucht, während Nischensorten wie Starry Grey, Wyndham Grey, Four Seasons Pink und Rainbow Stone durch ihre hohe ästhetische Anziehungskraft hervorstechen. Diese Steine mit ihren einzigartigen Texturen und Farben haben die ästhetische Sättigung des Marktes schnell überwunden und die Gunst anspruchsvoller Kunden in China, Japan, Europa und Amerika gewonnen.
Ressourcenvorteile wurden in Marktführerschaft umgewandelt. Kambodschas Steinexporte erreichen mittlerweile Zehntausende Container jährlich, wobei die Produkte in zahlreiche Regionen Asiens, Europas und Amerikas verkauft werden. Kambodscha hat sich von einem reinen Rohstoffexporteur zu einem unverzichtbaren und wichtigen Glied in der globalen Gesteinslieferkette entwickelt. Die hochwertigen Rohstoffvorkommen der mittel- und feinkörnigen Rohsteine der Sorte 654 aus der Songbo-Mine und der Plattform Lianqun Nr. 1 haben sich zu einer zentralen Rohstoffgarantie für die Produktion chinesischer und japanischer Steinunternehmen entwickelt.
Chancen im Wandel: Grenzüberschreitende Zusammenarbeit auf politischer Grundlage
Das Treffen chinesischer und japanischer Vertreter der Steinindustrie in Kambodscha ist Ausdruck der Freundschaft und zugleich eine proaktive Reaktion auf die Veränderungen in der Branche. Chinas Umweltpolitik wurde in den letzten Jahren kontinuierlich verschärft, was zu einer „grünen Modernisierung“ des Steinabbaus geführt hat. Zahlreiche traditionelle Abbaugebiete, darunter die Mine Changtai 654, wurden stillgelegt oder umstrukturiert, was die heimischen Steinunternehmen vor große Herausforderungen bei der Neuausrichtung ihrer Rohstoffversorgung stellt. Vor diesem Hintergrund hat sich das ressourcenreiche und wirtschaftsfreundliche Kambodscha zu einem wichtigen Ziel für chinesische und japanische Steinunternehmen entwickelt, um ihren Bedarf an Rohsteinen zu decken.
„Eine stabile Lieferkette ist entscheidend für die Aufrechterhaltung der Marktführerschaft.“ Vertreter der chinesischen und japanischen Steinverbände erklärten, dass dieser Konsens zur gemeinsamen Förderung dieser Austauschaktivität durch die Branchenorganisationen beider Regionen geführt habe. Von der Plattform Lianqun 2# in der Mine Shenshan 654 bis zum Abbaugebiet Muang Sok, wo sich die alte Mine 654 befindet, bereisten die chinesischen und japanischen Delegationen die wichtigsten Steinabbaugebiete Kambodschas. Ihr Ziel war es, vor Ort Inspektionen durchzuführen, um die Rohstoffreserven zu ermitteln und die Steinqualität zu überprüfen und so eine solide Grundlage für den Aufbau langfristiger und stabiler Kooperationsbeziehungen zu schaffen.
Detaillierte Untersuchung vor Ort: Eine umfassende Inspektion von der Mine bis zur Fabrik
Der Wert dieses Austauschs liegt im persönlichen Gespräch und der fundierten Recherche. Während ihres Aufenthalts in Kambodscha tauchten die chinesischen und japanischen Delegationen unermüdlich in die Welt der Steinindustrie ein und unternahmen eine umfassende Inspektionsreise „vom Ursprung bis zum Endverbraucher“. In renommierten Tagebaugebieten wie Mong Sok, Sombo und Doklam konnten die Kollegen fortschrittliche Tagebautechniken aus nächster Nähe beobachten, sich detailliert über Sicherheitsmanagement und Qualitätsstandards für den Rohsteinabbau informieren und Steinproben selbst berühren, um die Unterschiede in der Textur von Rohsteinen aus verschiedenen Abbaugebieten zu erleben. In Verarbeitungsbetrieben wie Jinpu, den Werken 1–4 in Doklam und der Chinesisch-Japanischen Steinfabrik verfolgten sie den gesamten Prozess vom Schneiden und Polieren des Rohsteins bis zur Verpackung des fertigen Produkts und legten dabei besonderen Wert auf die präzise Kontrolle und die Umweltschutzmaßnahmen in der Steinverarbeitung.
„Die Dimensionen der Abbaubetriebe und das technische Niveau der Verarbeitungsbetriebe aus erster Hand zu sehen, stärkt unser Vertrauen“, sagte ein Vertreter eines Steinunternehmens in Huian. Der Besuch vor Ort ermöglichte chinesischen und japanischen Unternehmen ein direkteres Verständnis der Qualität kambodschanischer Steine und legte eine solide Grundlage für die zukünftige Zusammenarbeit in den Bereichen Rohsteinbeschaffung, Technologie und Kapazitätsaufbau.
Ein neues Kapitel beginnt: Globaler Erfolg durch Stein
Der Austausch ist abgeschlossen, doch eine neue Reise der Zusammenarbeit beginnt. Diese Reise nach Kambodscha vertiefte nicht nur die Freundschaft und lieferte wertvolle Einblicke in die Ressourcen chinesischer und japanischer Steinindustriepartner, sondern klärte auch die zukünftigen Kooperationsrichtungen: Kambodscha dient als Bindeglied zum Aufbau einer transnationalen Lieferkette, die Ressourcen, Verarbeitung und Märkte umfasst und eine tiefgreifende Integration der technologischen und Vertriebsvorteile chinesischer und japanischer Unternehmen mit den Ressourcenvorteilen Kambodschas ermöglicht.
Es wird erwartet, dass mit der weiteren Vertiefung der Zusammenarbeit zwischen chinesischen und japanischen Steinunternehmen und ihren kambodschanischen Partnern künftig mehr hochwertiger kambodschanischer Stein durch verfeinerte Verarbeitung auf den Weltmarkt gelangen wird. Darüber hinaus werden chinesische und japanische Unternehmen diese Kooperation nutzen, um den Weg der grünen Transformation und der internationalen Entwicklung weiter voranzutreiben. Mit Stein als Medium und durch grenzüberschreitende Zusammenarbeit sehen die chinesische und japanische Steinindustrie diesen Austausch als Ausgangspunkt für ein gemeinsames neues Kapitel in der Entwicklung hochwertiger Steinprodukte weltweit.
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