Am 4. Februar 2026 fand in Nan’an, der „Welthauptstadt des Steins“ an der südöstlichen Küste Chinas, ein symbolträchtiger Austausch statt. Eine Delegation der usbekischen Regionalregierung brachte Steinressourcen im Wert von Billionen Dollar aus dem Herzen Zentralasiens nach Nan’an, wo sie sich mit Vertretern der Steinindustrie und verwandter Branchen traf. Dieses Treffen markierte nicht nur den ersten ausführlichen Dialog zwischen den Steinindustrien beider Länder, sondern auch einen Wendepunkt in der chinesisch-usbekischen Steinkooperation: von potenziellen Möglichkeiten hin zur konkreten Umsetzung. Eine neue „Seidenstraße des Steins“, die das ressourcenreiche Herz Zentralasiens mit der chinesischen Industrie verbindet, nimmt langsam Gestalt an.

Usbekistan: Ein verborgener Schatz im Herzen Zentralasiens – Billionen an Ressourcen warten darauf, entdeckt zu werden

Im Herzen Zentralasiens gelegen, verfügt Usbekistan dank seiner einzigartigen geologischen Entwicklung über außergewöhnlich reiche Gesteinsvorkommen. Es ist nicht nur eine der ergiebigsten Gesteinsregionen Zentralasiens, sondern auch ein noch weitgehend unerschlossenes Gebiet mit Gesteinsschätzen im Wert von Billionen Dollar, die darauf warten, verarbeitet zu werden. Im Gegensatz zu anderen etablierten Gesteinsabbaugebieten weltweit zeichnen sich die usbekischen Gesteinsressourcen durch drei entscheidende Vorteile aus: große Reserven, vielfältige Kategorien und herausragende Qualität. Geologische Erkundungsdaten zeigen, dass die Gesteinsvorkommen des Landes über das ganze Land verstreut sind, sich aber besonders in den Regionen Navoi, Jizzakh und Kashkadarya konzentrieren und verschiedene Kategorien wie Granit, Marmor, Travertin und Sandstein umfassen. Die Region zeichnet sich zudem durch besondere Ziersteine ​​aus, darunter hellgrüne, durch Karbonatisierung entstandene Gesteine ​​mit reichen natürlichen Goldadern. Diese Steine ​​bestechen durch intensive Farben und einzigartige Texturen und besitzen sowohl architektonischen und dekorativen Wert als auch künstlerisches Potenzial. Sie gelten daher als vielversprechender „neuer Favorit“ auf dem globalen Steinmarkt.

Die Region Navoi, die die Delegation bei diesem Besuch maßgeblich anführte, steht an der Spitze der usbekischen Steinressourcenentwicklung. Als wichtiger Verkehrsknotenpunkt in Zentralasien verfügt die Region über ein relativ gut ausgebautes Transport- und Logistiknetz, das grundlegende Exportwege für Steine ​​ermöglicht. Darüber hinaus hat die usbekische Regierung in den letzten Jahren die Wirtschaftsreformen energisch vorangetrieben, Freihandelszonen eingerichtet und eine Reihe von Vorzugsmaßnahmen für ausländische Investitionen eingeführt, um die Ressourcenvorteile des Landes in industrielle und wirtschaftliche Vorteile umzuwandeln. Die Tatsache, dass der stellvertretende Gouverneur der Region Navoi, Elbek Gafarov, die Delegation persönlich leitete, unterstreicht Usbekistans dringenden Bedarf an chinesischem Kapital, Technologie und Managementerfahrung sowie die Hoffnung, seine brachliegenden Steinressourcen durch internationale Zusammenarbeit wiederzubeleben.

Nan’an – Steinhauptstadt: Vierzig Jahre intensive Entwicklung – der Motor der globalen Steinindustrie

Von einer kleinen Stadt im Süden Fujians zur „Welthauptstadt der Steinindustrie“: Nan’an hat sich durch über vierzig Jahre engagierter Entwicklung von individuellen Anstrengungen zu einem Cluster entwickelt und ist heute der weltweit größte und umfassendste Standort für Steinproduktion, -verarbeitung und -export – der Motor der globalen Steinindustrie. Die Stadt beherbergt über 1.800 Stein- und verwandte Unternehmen mit 120.000 Beschäftigten und bildet eine vollständige Wertschöpfungskette vom Rohstoffhandel über die Steinverarbeitung, den Maschinenbau und die Herstellung von Hilfsstoffen bis hin zu Design, Dekoration und Endanwendungen. Nan’an kontrolliert 55 % der chinesischen und 40 % der Mineralressourcen anderer Länder, produziert jährlich 60 % der nationalen Steinplatten und hält 70 % des nationalen Marktanteils für Steinprodukte. Sein Handelsnetzwerk erstreckt sich über 130 Länder und Regionen weltweit und realisiert damit ein wahrhaft globales Industriemodell.

Neben seiner führenden Größe erreicht die Steinindustrie Nan’ans durch Innovation und ständige Weiterentwicklung auch eine globale Vormachtstellung. Angesichts vielfältiger Herausforderungen wie strengerer nationaler Umweltstandards, zunehmender Ressourcenknappheit und starkem Wettbewerb haben die Steinunternehmen Nan’ans proaktiv den Wandel vorangetrieben und kontinuierliche Fortschritte in Umweltschutztechnologien, intelligenter Fertigung und innovativem Design erzielt. Neue Technologien wie CNC-Wasserstrahlschneiden, 3D-Reliefgravur und integrierte Formgebungsverfahren finden breite Anwendung. Die Diamantdraht-Mehrdrahtschneidtechnologie hat einen bedeutenden Durchbruch erzielt: Sie steigert die Effizienz beim Steinschneiden um das Zwei- bis Dreifache, verbessert die Ausbeute um 15 bis 20 % und reduziert die Steinstaubproduktion um 80 %. So wird eine umweltfreundliche und intelligente Produktion ermöglicht, die Kosten senkt und gleichzeitig die Effizienz steigert. Die Einführung des weltweit ersten Gruppenstandards für „Steinbearbeitungsmaschinen – Mehrdrahtschneidmaschinen“ hat Nan’an Stone Machinery den Sprung vom Nachzügler zum Marktführer ermöglicht. Bis August 2025 wurden 499 Drahtsägemaschinen in Betrieb genommen, davon 199 exportiert.