[Zusammenfassung] Dieser Bericht analysiert den signifikanten Rückgang der Steinmetz- und Steinbearbeitungsindustrie in Huian in den letzten Jahren anhand von fünf Dimensionen: Ressourcenknappheit, Umweltauflagen, veränderte Marktnachfrage, mangelnde technologische Innovation und Schwierigkeiten bei der Modernisierung der Industrie. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass das Zusammenwirken mehrerer Faktoren zu erheblichen Herausforderungen für diese traditionelle Schlüsselindustrie geführt hat, die dringend eine systemische Lösung erfordert.

 

I. Einleitung

Als „Heimat der chinesischen Steinmetzkunst“ hatte die Steinmetz- und Steinbearbeitungsindustrie in Huian einst einen Marktanteil von 40 % am nationalen Markt und einen jährlichen Produktionswert von über 30 Milliarden Yuan. Seit 2015 ist die Branche jedoch kontinuierlich rückläufig: Die Anzahl der Unternehmen sank um 60 % und der Arbeitsplatzverlust überstieg 30 %. Ziel dieses Berichts ist es, die Hauptursachen dieses Rückgangs aufzudecken und einen Ansatzpunkt für die Transformation der Industrie zu liefern.

II. Ressourcenknappheit: Eine systemische Krise in der Rohstoffversorgung

(I) Ressourcenerschöpfung und Abbaubeschränkungen

1. Starker Rückgang der hochwertigen Gesteinsreserven: Nach jahrzehntelangem Abbau sind die hochwertigen Granitadern in Huian nahezu erschöpft. Geologischen Untersuchungen zufolge betragen die förderbaren Reserven in den wichtigsten Abbaugebieten weniger als 20 % ihres Höchststandes. 2. Dramatisch gestiegene Abbaukosten: Mit zunehmender Tiefe der Erzschicht steigen die Kosten um 15 % pro 10 Meter. Derzeit liegt die gängige Abbautiefe bei 150–200 Metern, wodurch sich die Kosten im Vergleich zu vor zehn Jahren verdoppelt haben.

3. Schwierigkeiten bei der überregionalen Beschaffung: Die externe Beschaffung stößt auf Probleme wie hohe Transportkosten (die 35 % der Rohstoffkosten ausmachen) und schwankende Qualität.

(II) Doppelte Auswirkungen von Umweltpolitiken

1. Auswirkungen von Bergbauverboten: Nach Umweltinspektionen im Jahr 2018 wurden 90 % der Minen in Huian zur Sanierung stillgelegt, was unmittelbar zu einer Unterbrechung der lokalen Rohstoffversorgung führte.

2. Umweltkosten in der Verarbeitung: Investitionen in Abwasserbehandlungsanlagen erhöhen die durchschnittlichen Betriebskosten von Unternehmen um 18 %, und Investitionen in Abgasreinigungsanlagen machen 15–20 % des Anlagevermögens aus.

III. Strukturelle Veränderungen der Marktnachfrage

(I) Schrumpfende traditionelle Märkte

1. Rückgang im Markt für Gebäudedekoration: Die Immobilienregulierung hat zu einem Rückgang der Nachfrage nach Steinschnitzereien um 40 % geführt, und der Markt für Grabsteine ​​ist aufgrund von Bestattungsreformen um 30 % geschrumpft.

2. Exporthemmnisse: Antidumpinguntersuchungen in Europa und den USA haben die Exportaufträge um 50 % reduziert, und der verschärfte Wettbewerb in Südostasien hat zu einem Rückgang der Gewinnmargen um 15 Prozentpunkte geführt.

(II) Unzureichende Erschließung neuer Nachfragepotenziale

1. Verzögerte kulturelle und kreative Transformation: Im Vergleich zur Entwicklung kultureller und kreativer Produkte im Bereich der Steinmetzkunst in Quyang hat Huian nur langsame Fortschritte bei der Integration von Kulturtourismus erzielt; der Anteil kultureller und kreativer Produkte liegt unter 5 %.

2. Verlust des Marktes für maßgeschneiderte Luxusimmobilien: Die Nachfrage nach maßgeschneiderten Luxusvillen und Hotels wurde nicht rechtzeitig erkannt; der Marktanteil in diesem Bereich liegt bei 70 % und wird von Unternehmen aus Guangdong und Zhejiang gehalten.

IV. Dilemmata bei technologischer Innovation und industrieller Modernisierung

(I) Verzögerte technologische Weiterentwicklung

1. Unzureichende Anwendung der CNC-Technologie: Nur 30 % der Unternehmen nutzen CNC-Fräsmaschinen, was zu einer um 40 % geringeren Produktionseffizienz im Vergleich zu fortgeschrittenen Regionen führt.

2. Schwache Designkompetenz: Der Anteil origineller Designs liegt unter 15 %, die Produkthomogenisierung ist hoch und der Preiswettbewerb intensiv.

(II) Hindernisse für die industrielle Modernisierung

1. Engpass bei den Kapitalinvestitionen: Die durchschnittlichen F&E-Investitionen von KMU betragen weniger als 2 % des Umsatzes, was die Finanzierung technologischer Modernisierungen erschwert.

2. Fachkräftemangel: Das Durchschnittsalter traditioneller Handwerker liegt bei 55 Jahren, der Anteil junger Fachkräfte bei unter 20 %. Dies birgt die Gefahr eines Generationsverlusts bei der Weitergabe von Fachwissen.

(III) Prävention von Berufskrankheiten

Berufskrankheiten in der Steinindustrie: Berufskrankheiten weisen derzeit eine hohe Inzidenzrate auf. Das bisher unregulierte Wachstum hat es versäumt, frühzeitig Maßnahmen zur Prävention von Berufskrankheiten zu ergreifen. Aufsichtsbehörden, Unternehmen, Verbände und Einzelpersonen haben keine langfristigen und effektiven Schulungen zur Prävention von Berufskrankheiten angeboten.

V. Schlussfolgerungen und Empfehlungen

(I) Kernschlussfolgerungen

Der Niedergang der Steinmetz- und Steinindustrie in Huian ist auf verschiedene Faktoren zurückzuführen, darunter Ressourcen, Umwelt, Markt und Technologie. Er spiegelt im Wesentlichen den Widerspruch zwischen dem traditionellen Entwicklungsmodell und den Anforderungen der neuen Zeit wider.

(II) Empfehlungen für den Wandel

1. Ressourcenstrategie: Aufbau einer regionenübergreifenden Rohstofflieferallianz.

2. Umweltverbesserung: Errichtung eines gemeinsamen Umweltbehandlungszentrums zur Senkung der Kosten für die Einhaltung von Vorschriften für KMU.

3. Marktentwicklung: Fokus auf die Entwicklung von Produkten zur Integration von Kultur und Tourismus und Expansion in aufstrebende Märkte im Nahen Osten und in Afrika.

4. Technologische Innovation: Einrichtung eines Brancheninnovationsfonds, Förderung der CNC-Frästechnologie und Schaffung einer Plattform zum Austausch von Designs.

5. Talentförderung: Umsetzung des „Programms zur Weitergabe des Handwerkserbes“ und gemeinsame Gründung einer Hochschule für Steinbildhauerei mit Universitäten.

VI. Ausblick

Durch systematische Reformen wird erwartet, dass die Steinbildhauer- und Steinbearbeitungsindustrie in Huian ihre Transformation und Modernisierung innerhalb von 3–5 Jahren abschließen, den Sprung von der traditionellen Verarbeitung zu einer Kultur- und Kreativwirtschaft schaffen und ihre führende Position in der Branche wiedererlangen wird.